Dienstag, 18.09.2018

Albert-Schweitzer-Grundschule Wedel

Hier in Wedel, nicht weit vom Fähranleger, startet bei herrlichstem Spätsommerwetter unsere Überlandtour durch Schleswig-Holstein. Mit den Klassen 3b und 4c fragen wir uns »Was ist wirklich wahr?«. Mit im Gepäck haben Ina Schmidt und Isabell Köster spannende Ideen und Fragen zum Thema Wahrheit, aber auch Bücherkisten, Bastelmaterial und das Gedankenflieger-Magazin. Könnte ein Tag schöner beginnen?

»Bei den Gedankenfliegern kann man sich seine eigenen Gedanken machen« (Ela)

 

»Man kann Kinder mit dem Philosophieren so gut zur Sprache bringen. Mohamad ist seit 6 Monaten in Deutschland – er hat heute so viel gesprochen wie im gesamten letzten Monat nicht.« (Lehrerin Frau Fiebiger)

 

 

In der Klasse 3c begrüßt uns die Lehrerin Frau Fiebiger. Die Kinder haben dieses Jahr das erste Mal „Philosophie“ als Schulfach und sind bestens vorbereitet. Jedes Kind weiß hier: Beim Philosophieren geht es um große Fragen und „man kann sagen, was man will“ (Hussein).

Und schon geht es los mit dem Bilderbuch „Nino und der Hund, den er nicht hatte“ (Edward van de Vendel) und wir machen uns auf die Suche nach der Wahrheit. Die ist nicht immer für alle gleich, vielleicht gibt es sogar mehrere und für jeden eine andere. Aber beliebig ist sie nicht. Wir tasten uns heran: „Wahrheit erkennt man daran, dass man Dinge sehen und anfassen kann“ (Taylor).

Das finden auch die Kinder in der 4c, auch wenn es dort sonst sehr kontrovers zugeht: „Nino hat den Hund in seinem Kopf und sieht ihn auf dem Boden.“ Das ist schon seltsam. Die Kinder kennen das Gefühl, dass sie „etwas“ haben, was andere nicht sehen können aber selbst auch sehr gut. Es werden zum Beispiel verstorbene Verwandte und Haustiere genannt, die für die Kinder immer noch „da“ sind.

Und wozu philosophieren wir überhaupt? „Wir müssen gar nicht philosophieren, es gibt doch Google“ findet Elio. Und schon philosophieren wir weiter, darüber, was Google weiß, welche Computerspiele nach Sinn fragen und was Google nicht kann. „Woher“, fragt Ina Schmidt, „wissen wir, was wir wissen können?“ Wir wollen eine Ebene höher klettern, die Fragen verbinden und uns nicht „vom Schein trügen lassen“ (Elio). Dazu spielen wir unser Wahrheitsquiz und prüfen, was wir „glauben“ und was wir „wissen“. Danach wissen wir nicht alles, aber auf jeden Fall mehr!

 

Unsere nächsten Termine

Im Herbst 2015 reist das Philomobil nach Mecklenburg-Vorpommern.