Freitag, 21.09.2018

Grundschule Mastbrook

Das darf doch nicht wahr sein – schon der letzte Tag?! Unsere Reise führt uns nach Mastbrook, wo wir schon so oft und gerne zu Gast waren. Hier an der Grundschule philosophieren wir mit den Klassen drei und vier zum Thema »Was ist wirklich wahr?«, malen und basteln im Magazin und lassen auch dabei unsere Gedanken frei fliegen. Welche neuen Erkenntnisse, Erlebnisse und Erfahrungen Ina Schmidt und Anne Jaspersen wohl mit nachhause ins Literaturhaus bringen werden, nachdem sie sich gemeinsam mit so vielen einzigartigen Kindern ganz einzigartige Gedanken gemacht haben?

Heute treibt uns der Sturm nach Rendsburg in die Grundschule Mastbrook, wo wir mit unserem Philomobil auf den Schulhof fahren und von Herrn Vogel freundlich begrüßt werden. Zum Gedankenflug-Einstieg mit der Klasse 3b und Frau Herbst fragt Ina Schmidt erst einmal, was sich die Klasse überhaupt unter dem Begriff „Philosophie“ vorstellt.

Lennox glaubt, dass Philosophie wichtig für’s Leben sein könnte und schon bald kommen die Kinder darauf, dass sich besonders die „großen Fragen“ zum Philosophieren eignen (also solche, auf die man entweder nicht sofort eine Antwort weiß oder gleich mehrere Antworten auf einmal findet).

Den großen Fragen „Was ist wirklich wahr?“ und „Sollte man die Wahrheit immer laut aussprechen?“ nähert sich Ina Schmidt mit dem Buch „Die Prinzessin, die Kuh und der Gartenheini“, in dem eine Prinzessin für sich beansprucht, dass jeder am Hof alles großartig und wunderschön zu finden hat, egal was sie macht. Aus den Kindern sprudeln die Ideen und Begründungen für die eine oder auch andere Sichtweise nur so heraus und am Ende erzählen sie, was sie selbst besonders schön finden: spielen, leben, lernen und vor allem „alles den ganzen Tag“.

 

Weiter geht es mit der zweiten Gedankenflieger-Runde und der Klasse 4b mit Frau Büge. Anne Jaspersen nimmt das Cover des Gedankenflieger-Magazins in die Hand auf dem eine Banane zu sehen ist und Yannick erkennt sofort, dass diese Banane nicht die ganze Wahrheit sein kann. Könnte sich aus der Banane vielleicht etwas Anderes, viel Größeres entwickeln? Und stecken wir jetzt eigentlich schon mitten drin im Philosophieren?

Anne Jaspersen möchte wissen, was denn wohl das Gegenteil von Wahrheit sein könnte und Alia entlarvt sofort die Lüge. Aber könnte es nicht auch Fake sein?, fragt David. Oder Humbug?, ergänzt Hassan. Wir denken über die Unterschiede der erwähnten „Gegenteile“ nach und Hanna überlegt: „Eine Plastikkakerlake ist ein „Fake“, aber keine Lüge.“ Jan stimmt ihr zu und ergänzt: „Auch Markenklamotten kann man fälschen, aber lügen tut man dann nicht unbedingt.“

Nach einer Präsenzübung für Körper und Stimme mit echten, bzw. Fake-Namen und der Frage, ob es auch runde Würfel gibt, beschäftigen wir uns mit der „Elefantenwahrheit“ und fünf blinden Wissenschaftlern, die sich gegenseitig nicht wirklich zuhören und ihnen deshalb das große Ganze verborgen bleibt. Die Kinder versetzen sich in die blinden Wissenschaftler hinein, indem sie die Augen schließen und eine sehr lange Stoffwurst erfühlen dürfen. Vom fetten Wurm über ein Krokodil mit Riesenohren bis zum Türvorleger gegen Kälte ist alles dabei. Und drei Kinder kamen sogar auf den Elefanten …

 

Unsere nächsten Termine

Im Herbst 2015 reist das Philomobil nach Mecklenburg-Vorpommern.