Buchtipp: »Spriedel« von Antoinette Portis

Immer und ewig die gleichen alten Lieder – der Spatz ist es leid. Lass die anderen ruhig »Gurr«, »Krächz« und »Tschilp« sagen – der Spatz singt jetzt übermütig »Spriedelfriedel« statt des erwarteten »Piep«. Darf er das?

Die anderen Vögel schütteln den Kopf, doch da ist es schon zu spät: Die Lust, Konventionen zu brechen, greift um sich, und schon beginnen auch Kardinal und Taube mit den albernen Sprachexperimenten. Als selbst die strenge Krähe sich von ihrem »Krächz« befreit, ist nichts mehr, wie es einmal war.

Ein fröhliches Buch, außergewöhnlich illustriert, das Mut macht, Konventionen in Frage zu stellen, einmal anders zu sein und auch andere mit eigenen Gedanken – und deren mutiger Äußerung – zu inspirieren.