Donnerstag, 02.06.2016

Mielkendorf

Heute nach Mielkendorf und morgen Molfsee gleich hinterher. Wir rollen auch hier unsere große Landkarte aus und schauen, welche Strecke das Philomobil in den letzten Tagen schon zurückgelegt hat. Ob wohl die Kinder hier anders über das Thema Freundschaft denken? Mal schauen!

Elisa Fischer, Mielkendorf & Molfsee

 

An diesem herrlichen Sommertag werden wir zunächst von der 4. Klasse in Mielkendorf begrüßt, mit der wir heute über Freundschaft ins Gespräch kommen wollen.

»MEIN HERZ ZEIGT MIR, WANN ICH MIT JEMANDEM BEFREUNDET BIN.«(Hanna)

In der Mitte stehen verschiedene Gegenstände: Ein kleines Kuscheltier-Schaf, genannt Selma, ein Pferd aus Plastik, genauso ein Pegasus mit Glitzer und ein Auto, das dem Gedankenfliegermobil ähnelt. Und, mit wem kannst du befreundet sein, fragt Kristina in die Runde. Tim-Luca macht den Anfang: Mit dem Schaf. Wenn ich lange genug zuhöre, kann ich das Mähen und Blöken verstehen. Er braucht die Sprache, damit Freundschaft funktioniert. Mette sagt, bei ihr sei es das Pferd. Den Pegasus, den gäbe es nicht; auf dem Pferd könne sie reiten. Es sei ihr ein nützlicher Freund. Hanna führt das Gespräch weg von den Gegenständen und meint, auch ein Roboter könne ein Freund sein, die Sprache könne man einprogrammieren und nützlich sei er allemal. Das finden die anderen interessant, und gehen weiter drauf ein.

»ICH KANN ZWAR MIT MIR SELBST BEFREUNDET SEIN, ABER AUF DAUER MACHT DAS KEINEN SPAß. ICH BRAUCHE EINEN FREUND MIT EINEM EIGENEN WILLEN.« (Stine)

Im Anschluss fahren wir zum zweiten Standort der Grundschule Eidertal nach Molfsee. Die Sonne ist uns wohlgesonnen und wir können zum Philosophieren draußen bleiben. In Molfsee treffen wir auf eine zusammengesetzte Gruppe, die Kinder aus den 3. und 4. Klassen konnten sich freiwillig für die Gedankenflieger melden.

Und was ist es nun, das denkt: Ist es das Gehirn oder du selbst? Fragt Kristina in die Runde. Annabell hört zunächst zu, was die anderen meinen, doch dann sagt sie: Das bin ich! Und wer ist nun das Ich? Wo sitzt es? Leon zeigt um seinen Kopf herum, »hier« ruft er. Was gehört alles zum Ich dazu? Das Herz sagt Connor. Nein, es ist die DNA, sagt Florian, denn da sitze auch die Seele. Aha, spricht Kristina lenkend in das Gespräch, die Seele gehört nämlich zum sogenannten Metaphysischem: Den Dingen über dem Körperlichen. Die Kinder überlegen, was alles noch dazu gehört: Gott, die Gefühle und auch die Liebe.

»WIR KÖNNEN DIE SEELE NICHT SEHEN UND NICHT ANFASSEN. WIR KÖNNEN VERMUTEN, DASS ES SIE GIBT, FESTSTELLEN ABER NICHT.« (Florian)

Unsere nächsten Termine

Im Herbst 2015 reist das Philomobil nach Mecklenburg-Vorpommern.