Freitag, 03.06.2016

Lübeck

Am letzten Tag unserer Gedankenreise quer durch Schleswig-Holstein dürfen wir zu Gast in zwei Lübecker Museen sein, im Buddenbrookhaus und im Günter Grass-Haus. Wir treffen uns dort mit Kindern aus Lübecker Grundschulen und philosophieren auch hier zusammen über das Thema Freundschaft.

Elisa Fischer

 

Früh am Morgen verlässt das Philomobil Strande, das uns in den letzten Tagen wie ein Zuhause war. Der Tag beginnt schon sehr warm und soll uns in Lübeck Philosophieren unter freiem Himmel bescheren.

»ICH KANN NUR MIT ORGANISCHEN LEBEWESEN BEFREUNDET SEIN.« (Julius)

Wir beginnen im Buddenbrookhaus mitten in der Altstadt mit einer ersten Klasse, die sogleich hochkonzentriert bei der Sache ist. Kristina Calvert möchte wissen: Mit wem kannst du befreundet sein? Und zeigt auf die Gegenstände in der Mitte des Raumes. Jaron beginnt und sagt, es sei der Kuscheltierhund, denn der sei groß genug zum Kuscheln. Für ihn muss ein Freund eine gewisse Größe haben. Leif ist es wichtiger, dass ein Freund sich selbst bewegen kann und wählt das Pferd aus. Auch Ida schließt sich den Tieren an und sagt, bei ihr sei es das Schaf, denn das könne sie lieben.

Im zweiten Teil ziehen wir auf den Vorplatz der Marienkirche, die uns dort einen Platz gewährt und fragen die Kinder, wie für sie wohl ein Freundschaftsgarten aussehen könnte. Im Gedankenfliegermagazin beginnen sie zu malen und wir sehen: Ein Baumhaus im eigenen Freundschaftsgarten – das wäre für viele Kinder wichtig.

Weiter geht es für uns im Günter Grass-Haus, nur unweit vom Buddenbrookhaus entfernt. Hier entscheiden wir uns für eine Wiese unter Bäumen, die uns Schatten bieten. Wie wir später herausfinden philosophieren wir mit der 4. Klasse über Freundschaft zwischen dem Haus von Günter Grass und dem von Willy Brandt, die eng miteinander befreundet waren.

»DIE WIRKLICH WEISEN SIND NUR DANN WEISE, WENN SIE KEIN GELD DAFÜR BEKOMMEN, IHR WISSEN WEITERZUGEBEN.« (Noel)

Mit Noel, Lisa, Freddy, Fabienne, Paul, Etem, Jannes, Jasper und einigen anderen sprechen wir darüber, was man haben muss, um weise zu sein. Meister Yoda wird als Weiser genannt, denn er weiß alles und gibt sein Wissen auch weiter. Lisa erklärt, dass sie auch ihre Eltern und Lehrerinnen als weise erklären würde, denn auch diese geben ihr Wissen weiter.

Zum Abschluss überlegen sich die Kinder in Anlehnung an eine Fabel, in der zwei Enten einer befreundeten Schildkröte helfen wollen, sie dabei aber in den Tod führen, was eine Freundschaft auszeichnet. Im Gedankenfliegermagazin malen sie im Anschluss ihr eigenes Freundschaftspflegemittel. Süßigkeiten essen, spielen und mit ihren Freunden sprechen, steht dabei für diese Klasse im Vordergrund.

Am Nachmittag verabschieden wir uns von Lübeck und beenden unsere Sommertour in Schleswig-Holstein. Die Gedanken über Freundschaft schwirren uns auf der Rückfahrt noch im Kopf herum – wir halten sie fest und nehmen sie mit!

Unsere nächsten Termine

Im Herbst 2015 reist das Philomobil nach Mecklenburg-Vorpommern.