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Freiheit, die ich meine - Gedankenflüge in Ludwigslust

Was für ein Auftakt! Mit über 70 Kindern ließen wir heute im großen Saal des Rathauses Ludwigslust in zwei Veranstaltungen die Gedanken zum Thema »Freiheit« fliegen. Wo sich sonst Bürgermeister und Räte versammeln, gab es heute hoch konzentrierte Dritt-und Viertklässler auf bunten Flickenteppichen, die sich ihre eigenen Gedanken machten und diese anschaulich zur Sprache brachten. Wann bin ich frei? »Wenn ich nicht eingesperrt bin, dann bin ich frei«, meint Kim. »Wenn ich zuhause alleine entspannen oder etwas tun kann, wozu ich Lust habe, und selbst über mich bestimmen kann, dann fühle ich mich frei« sagt Edgar. Nour fühlt sich beim Schwimmen frei, und Marek ist einmal ganz alleine in der Stadt spazieren gegangen und fühlte sich dabei getragen vom großen Gefühl der Freiheit. Dass es also mehrere Arten von Freiheit geben und jeder sie in anderen Situationen empfinden kann, ist eine wichtige Erkenntnis.

Wie sich Freiheit im Gegensatz zu engen Vorgaben anfühlt, ließ sich in einem Würfelspiel erfahren. Ganz erstaunlich, wie viel Unsicherheit Freiheit mit sich bringen kann – und wie befreiend es ist, diese Unsicherheit zu überwinden und mehr über sich und andere zu erfahren.

Wieder waren zwei Bilderbuchgeschichten Ausgangspunkt für weitere Überlegungen zum Thema »Freiheit«. Dabei machten wir uns Gedanken über die Gesellschaft, in der wir leben und unseren Platz finden. Wie sieht deine ideale Welt aus, was wäre erlaubt, was eher nicht? Und wie sieht eine Stadt aus, in der alle ihren Platz finden und nach ihrer Facon leben können? Beim Malen und Gestalten im Gedankenflieger-Magazin können Ideen und Gedanken Gestalt annehmen. Schade, dass sie Zeit so schnell verfliegt – es macht so viel Freude, mit euch gemeinsam zu denken!

Wir bedanken uns bei unseren wunderbaren Gastgebern in Ludwigslust, insbesondere bei Anke Ballhorn von der Stadtbibliothek, ebenso wie bei all den aufmerksamen Kindern und freuen uns auf ein Wiedersehen!

On the road again - die Gedankenflieger unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern

Wieder heißt es: Koffer packen und Leinen los, auf zu neuen Ufern.

Vom 21. bis zum 25. Oktober ist das »Philomobil« in Mecklenburg Vorpommern unterwegs. Ob in Stralsund, Kröpelin, Brüel, Ludwigslust oder Brüel: Miriam Holzapfel, Anne Jaspersen und Stefanie Segatz bringen die Gedanken der Grundschulkinder zum Fliegen. Um das Thema »Freiheit« soll es gehen. Wieder haben wir unsere Bücher und Magazine im Gepäck, dazu viele Ideen, Gedanken und Freude am gemeinsamen Denken. Wir freuen uns auf Euch und berichten!

Die Gedankenflieger am 26.9. in der Grundschule Beim Pachthof - mit Rückenwind der Stiftung Kinderjahre

In der Grundschule Beim Pachthof lautete das Wort des Tages heute »Freiheit«. Die Klasse 4b mit der Klassenlehrerin Stefanie Möhring machten sich viele Gedanken, was »Freiheit« eigentlich bedeutet. »Wenn man aus dem Gefängnis befreit wird – oder aus der Schule«, so lautet die Definition von Umut. Ja, die Schule ist eine Pflicht, das meinen alle Kinder – aber wäre es ohne Schule besser? Nein, das glaubt niemand. Auch Pflichten und Regeln haben ihre Berechtigung, finden die Viertklässler. Was für die Kinder den Unterscheid zwischen Freizeit und Freiheit ausmacht, fragt engagiert mit philosophierend Hannelore Lay von der Stiftung Kinderjahre, die diese Veranstaltung an der Grundschule Beim Pachthof ermöglicht hat. Ein Buchstabe, viele Gedanken und Unterschiede. »Auch im Gefängnis kann man Freizeit haben, ist aber trotzdem nicht frei« differenziert Navi. »Freiheit ist, wenn ich machen kann, was ich will, mich dabei aber an die Gesetze halte« – darauf können sich viele einigen. Mehmet weiß, dass es in Amerika sogar eine Freiheitsstatue gibt.

In der Geschichte »Vorsicht, roter Wolf« tanzt ein roter Wolf aus der Reihe. Er nimmt sich die Freiheit, anders auszusehen und sich anders zu verhalten als alle anderen Wölfe, die blau sind und ihre geordnete Welt lieben. Die meisten Kinder der Klasse 4b verorten sich bei den blauen Wölfen, schwanken dann jedoch und entdecken immer mehr Elemente eines roten Wolfes in ihrem Alltag. Wie gut, dass sie die Freiheit haben, sich nicht entscheiden zu müssen!

Beim Philosophieren im Gedankenflieger-Magazin kann sich jedes Kind eine Stadt nach eigenen Vorstellungen und Wünschen gestalten, in der es gerne leben würde. Da gibt es Pferde, viele Pizzabuden, große Blumenwiesen, Burgen und Phantasieautos.

Zum Abschluss fassen wir unsere Erkenntnisse noch einmal zusammen. Der rote Faden hilft, die Gedanken zu sortieren und zu strukturieren, bevor wie uns verabschieden. Im Oktober kommen wir wieder!

 

Morgen in Literaturhaus: Gedankenflug mit Isabell Köster

Morgen ist es wieder soweit: wir philosophieren im Literaturhaus an der Alster. Nach der langen Sommerpause freuen wir uns darauf, dass sich die Räume wieder mit Kindergedanken füllen. Isabell Köster, frisch zurück von der Überlandtour durch Schleswig-Holstein,  philosophiert mit zwei Hamburger Grundschulklassen zum Thema »Freiheit« und bringt dabei die Gedanken ordentlich in Schwung. Im Gedankenflieger-Magazin malen, basteln und rätseln wir dann gemeinsam. Wir freuen uns auf Euch!

Nach der Freiheit suchen - in Suchsdorf

Heute landen die Gedankenflieger an der Grundschule Suchsdorf ganz in der Nähe von Kiel. Mit dem Philomobil parken wir vor einem schönen alten Schulgebäude und machen uns auf den Weg vorbei am Schulgarten mit Plätzen für Wildbienen, einem Kreis aus Holzbänken und großen Sonnenblumen.

Los geht es mit den eifrigen Denkern aus der 3. und 4. Klasse. Was macht man eigentlich, wenn man philosophiert? „Man träumt mit offenen Augen“ überlegt Amir, „muss dabei aber sehr genau nachdenken. Dann ist man mitten drin in der Philosophie.“ „Ja“ erinnert sich Matti, „das ist ein ganz altes Wort, das eigentlich aus zwei Teilen besteht. In jedem Fall kann man am besten philosophieren, wenn man Langeweile hat“ erklärt er weiter „denn dann muss man nichts anderes tun und das bringt die Gedanken zum Fliegen.“ Thore stimmt ihm zu: „Wenn ich z.B. mit meinen Eltern essen gehe und wir auf das Essen warten, dann fangen die Gedanken ganz von selbst an, zu fliegen. Das kommt vom Warten.“ Ja, Philosophieren braucht in jedem Fall Zeit und die haben wir heute Morgen. Ina Schmidt liest die Geschichte aus der Stadt der blauen Wölfe vor und jedes Kind überlegt, ob es wohl eher ein blauer – also ein ziemlich ordnungsliebender und strukturierter – oder ein roter Wolf ist, denn der rote Wolf, der in die Stadt der blauen Wölfe kommt, bringt alles durcheinander, freut sich an dem, was er tut und kann richtig gut pfeifen. Das können die kleinen Philosophen auch und damit sind sie zumindest ein bisschen wie der rote Wolf. Ihre Gedanken bringen sie dann am Ende noch in ihren Ideen zu einer eigenen Stadt im Gedankenfliegermagazin unter – und in all den schönen Bildern zeigt sich in jedem Fall eines, blaue und rote Wölfe können bestimmt auch ziemlich sicher in einer Stadt zusammenleben.
Auch Isabell Köster lässt ihre Gedanken heute wieder um die Freiheit kreisen, und zwar mit Kindern der 1. und 2.Klasse. Zunächst mit der Frage, wie sich Freiheit eigentlich anfühlt. Ganz sicher ist Malek, dass es leichter ist, draußen frei zu sein als drinnen und vielleicht geht es sogar nur draußen, denn wenn man frei ist, will man sicher nirgends eingesperrt sein. Aber auch hier taucht wieder der Gedanke auf, dass es manchmal aber auch ganz gut sein kann, wenn es Räume gibt, in die man sich zurückziehen kann, Räume, die Wände haben, Grenzen oder einfach Halt geben – und das können auch Regeln sein, wann man sich waschen muss oder sein Haustier füttern sollte. Talia und ihre Freundinnen finden auch ganz in Ordnung, dass das manchmal die Freiheit dann wieder einschränkt. Isabell Köster liest mit den Kindern die Geschichte von Papilios Welt, und überlegt dann mit ihnen gemeinsam weiter, was ihnen „Flügel“ verleihen würde und welche Dinge in ihrer Welt Platz haben sollten, wenn sie sich etwas ganz Eigenes erträumen dürften. Da entstehen Buchstabenwelten und Rennbahnen, Naschibäume, die kein Karies verursachen und Yendrick, Malek und Tarek malen ihr Bild gemeinsam, weil eine ideale Welt eine sein sollte, in der man nicht allein ist. Gute Idee – und von da aus, kann man sich dann auch immer weiter Gedanken darüber machen, wer welche Freiheiten haben sollte, und welche vielleicht auch nicht. Vielen Dank nach Suchsdorf für viele tolle Flugmomente, bevor sich das Philomobil heute nun wieder auf den Weg zum heimatlichen Gedankenflughafen nach Hamburg aufgemacht hat. Bis zum nächsten Mal!

Text: Ina Schmidt

 

Mastbrook philosophiert über »Freiheit« - und erfindet eine eigene Welt

»Ich kann tanzen !«  Carina

 

Heute rollt das Philomobil zur Grundschule Mastbrook und wir springen gleich wieder hinein in die „große Freiheit“. Dabei geht es heute zunächst um Würmer und Einhörner. Ina Schmidt liest mit der 3a „Ich kann nur Würmer“ (Will Moabbitt) – ein Buch, das künstlerische Freiheit durch witzige Wort-Bild-Scheren demonstriert. Zunächst wird im Selbstversuch der Schülerinnen und Schüler festgestellt: Würmer kann jeder. Eine beeindruckende Würmergalerie ziert nach wenigen Minuten den Raum und vor allem stellen die Kinder fest, dass sie noch viel mehr können. Inliner fahren, zum Beispiel oder malen oder Sprachen beibringen. Ob der Autor Moabbitt wirklich nur Würmer konnte, wie er behauptet? Oder ob er sich freiwillig auf diese begrenzt hat? Fast alle Kinder finden das Buch „komisch“ und manche auch „richtig witzig, weil er nicht malt wovon die Geschichte erzählt“. Und dass man sich durchaus selbstbewusst die Freiheit des „Weniger ist mehr“ zu eigen machen darf.

Im zweiten Teil kommt die 3 b an die Reihe. Gemeinsam mit Isabell Köster nähern sich die Kinder zunächst dem Begriff der Freiheit an, indem sie sich vorstellen, das Wort einem Alien zu erklären, der unsere Welt und unsere Begriffe nicht kennt: „Das Gegenteil von Freiheit ist eingesperrt sein“ beschreibt Fyolla und viele nicken. Und große Freiheitsgefühle empfinden viele „draußen“ oder in unbeschränkter Zeit, zum Beispiel mit den eigenen Haustieren. Überhaupt eine spannende Frage: Wie frei soll es in meiner Welt zugehen? Wer darf darin nicht fehlen? Wie möchte ich Zeit verbringen, was essen? Welcher Lieblingstätigkeit nachgehen? Kurz, wie sieht meine ideale Welt aus? Wir lesen die Geschichte von Papilio und fragen uns, wer dieser Junge eigentlich ist, der so viele Menschen begeistert. Was treibt ihn an, allen seinen Freunden, seine Utopie ans Herz zu legen? Wir sehen: Der seltsame Papilio hat Flügel (wie ein Schmetterling?!) und wartet auf den Wind. Ein bisschen Rückenwind – den können wir alle gebrauchen, oder?

Im Gedankenflieger-Magazin malen die Kinder und basteln Collagen – etliches Fantasiegeflügel tummelt sich auf den Seiten, aber es gibt auch ein Traumhaus mit begießbarem Dachgarten und einen großen, grünen Fußballplatz. Und viel grüne Parks. Ja, draußen, wo einem schon mal der Wind um die Nase weht, da riecht es auch nach Freiheit.

»Wir haben heute unsere eigene Welt erfunden!«  Ege

 

Ab jetzt fliegen wir auch ab Frankfurt! Alle an Bord?

Ab sofort ist unser neuer Flughafen Frankfurt in Betrieb! Jörg Bernardy philosophiert am 18. und 19. September am Literaturhaus Frankfurt mit vier Grundschulklassen zum Thema Freiheit. Ob sich hier wohl andere Gedanken in die Lüfte schwingen als in Hamburg, Berlin, Rostock oder Kiel? Wir werden es erleben! Weiter geht es in Frankfurt dann im November mit Gedankenflügen unter der Leitung von Ina Schmidt. Wir freuen uns darauf!

Gedankenflüge in Sterley

Morgens um 8.00 Uhr saust das Philomobil durch das wunderschöne kleine Dorf Sterley in der Nähe von Ratzeburg und wird von Frau Engelbrecht schon vor der Tür der Grundschule erwartet. Es geht in den großen Musiksaal mit viel Platz und Raum, um die Gedanken fliegen zu lassen. Ein großer Sitzkreis und Arbeitsplätze an selbstgebauten Eimerbänken finden dort Platz und schon geht es los – mit der Klasse 2a, die bereits mit Frau Engelbrecht über die eine oder andere philosophische Fragen nachgedacht hat, z.B. warum es wichtig ist, Gutes zu tun und wie wir mit unserer Umwelt umgehen wollen.

Heute geht es nun also um die Frage nach der Freiheit und Isabell Köster fragt erst einmal genau nach, was es damit wohl auf sich hat: Was ist eigentlich Freiheit und wann fühlen wir uns frei? Beim Angeln oder Klettern, beim Rasenmähen und Treckerfahren, die Kinder haben viele Ideen, wo sich die Freiheit entdecken lässt und viele haben mit Natur und frischer Luft zu tun. „Schön wäre es, wenn man nicht nur Schule gehen müsste“ meint Nike und Ayk sagt „Freiheit ist, wenn man von allen Pflichten frei wäre“. Wie aber kann das gelingen? Zumindest nicht ganz allein und ein paar Regeln braucht es dann wohl doch, da sind sich alle einig. Im Gedankenflieger-Magazin lässt sich weiterforschen, und mit Hilfe von Stift und Schere basteln die Kinder an einem Sprachspiel, in dem sich verschiedene Satzteile zu einem Satz zusammenbauen lassen: Was wäre, wenn ich mein Haustier nur am Sonntag füttere? Und – die wichtige Frage, wie fühlt es sich wohl dabei? Also: Frei von allen Pflichten zu sein oder sie nur manchmal zu erfüllen, ist für andere dann irgendwie doch manchmal so gar keine gute Idee. Es braucht also richtig gute Regeln und dazu spielt Isabell mit den Kindern zum Abschluss ein Würfelspiel: Jede Zahl hat eine eigene Regel, bei der 5 darf man sich eine Regel aussuchen und die 6 erlaubt sogar, eine der Regeln in eine neue zu verändern: Das geht nur, wenn man die Freiheit dazu bekommt, oder nicht? Mit dieser Frage geht es nach einer kurzen Pause dann gleich weiter mit der 2b.

Ina Schmidt hat eine kleine funkelnde Kugel mitgebracht, die das Licht spiegelt – ganz unterschiedlich. „Das ist ein bisschen wie in der Philosophie“ erklärt sie. „Manchmal kann man sich einzelne Gedanken oder Begriffe wie diese Kugel genau anschauen und herausfinden, wie sie funkeln und im Licht ganz neu und anders ausschauen – je nachdem, von wo man drauf schaut.“ Darum geht es auch bei der Geschichte von den blauen Wölfen, die Besuch vom roten Wolf bekommen und gar nicht so recht wissen, was sie davon halten sollen: Plötzlich ist ihre Welt durcheinander, der rote Wolf macht alles anders, aber ist es nicht schön, die Freiheit zu haben, auch mal etwas anders zu machen? Ja, finden fast alle Kinder der Klasse 2b von Hanna bis Emily im Sitzkreis und eifrig machen sich die 24 klugen Köpfe daran, im Gedankenflieger-Magazin eine Stadt zu zeichnen, in der nicht nur die Regeln der blauen Wölfe gelten, sondern auch ihre ganz eigenen Ideen und Vorstellungen „Freiraum“ haben. Zum Abschluss verbindet Ina Schmidt all die Ideen und Gedanken dann noch mit einem „roten Faden“ – und das war dann auch schon der Gedankenflug für heute am Mittwoch im schönen Sterley!

Text: Ina Schmidt

 

On the road again - die Gedankenflieger auf Tour durch Schleswig-Holstein

Ab heute sind die Gedankenflieger wieder auf Tour, diesmal im hohen Norden.

Bargteheide war unsere erste Station in Schleswig-Holstein, und was erwartete uns? Ein Philosophieraum! Ein selbstgebastelter aristotelischer Weg! Eine »Wort-des-Tages«-Dose! An der Carl-Orff Schule wurden wir  von aufgeweckten Dritt-und Viertklässlern begrüßt. Was für´s Philosophieren wichtig ist, was es bedeutet, über wesentliche Fragen des Lebens nachzudenken und wie man ganz praktisch in der Klasse philosophiert, das wissen diese Grundschulkinder und so sind wir schnell mittendrin in einem Gespräch über den Begriff »Freiheit«. Die Freiheit ist vor allem draußen, in der Natur, findet eine Gruppe von Kindern. Dort verortet birgt sie allerdings auch Gefahren: Essen und Trinken sind nicht selbstverständlich vorhanden, Beeren könnten von Wölfen oder Bären geklaut werden und dementsprechend skeptisch sind sie, was die grenzenlose Freiheit angeht. „Naja“; findet Dennis, „das eigene Bett am Abend hat auch seine Vorteile.“Freiheit kann gefährlich und anstrengend sein…

Ina Schmidt spielt mit den Philosophie-Kindern ein Regel-Würfel-Spiel, bei dem sie am eigenen Leib spüren können, dass Regeln auch etwas Erleichterndes haben: Weniger Wahlfreiheit, mehr Sicherheit. Nach der Lektüre von Papillios Welt (Elisabeth Steinkellner und Michael Roher) werden eigene Lieblingswelten gemalt. In Majas idealer Welt kann es ruhig regnen – sie hat sich einen großen Regenschirm zwischen sich und die großen blauen Tropfen gemalt. Auf anderen Bildern wachsen frische Ananas oder es schweben luftige Fabelwesen umher. Und finstere Wesen der Unterwelt sind hinter gemalten Mauern gefangen. Kann schließlich nicht jeder frei sein, da muss man Prioritäten setzen. Mit Isabell Köster fassen die Kinder mit Hilfe eines “ roten Fadens“ zusammen, welche Fragen und Antworten an diesem Vormittag gefunden wurden, welche Themen eingekreist, welche Ideen verworfen wurden. Es war ein dichter Vormittag, der Faden gerade eben lang genug.

 

»Sommertag« - die Gedankenflieger treffen sich zum Gehirnstürmen

Zum zweiten Mal trafen sich die Gedankenflieger an einem Spätsommertag im Literaturhaus zum Gedankenaustausch. Was geschieht gerade, was ist und bleibt spannend, was bringt das neue Gedankenflieger-Jahr? Auf jeden Fall weitere Kooperationspartner, ein neues Thema, aktuelle Bilderbücher, frische Gedanken und große Vorfreude auf die Begegnungen mit Grundschulkindern und ihre pädagogischen Begleiter. Und die lebhaften Workshops boten Gelegenheit, erste Weichen zu stellen und Ideen für Veranstaltungen und  Magazin zu sammeln. Um Gerechtigkeit soll es 2020 gehen, so viel sei schon einmal verraten.

Wer uns zu diesem Thema noch sein Lieblingsbilderbuch ans Herz legen möchte, ist herzlich dazu eingeladen und meldet sich bei Stefanie Segatz unter gedankenflieger@literaturhaus-hamburg.de