Mittwoch, 19.09.2018

Grundschule Klosterbergen in Reinbek

An der Grundschule Klosterbergen dürfen wir am zweiten Tag unserer Tour einfliegen. Neuland für die Gedankenflieger – und so viele spannende Gedanken zum Thema »Was ist wirklich wahr?« erwarten uns! Ina Schmidt und Isabell Köster freuen sich auf die gemeinsame Suche nach Fragen und Antworten und hoffen, ihr dadurch ein wenig näher zu kommen … – der großen Wahrheit!

 

Heute geht es nach Reinbek, nur kurz über die Hamburger Stadtgrenze, aber dennoch echtes Schleswig-Holstein.

Wir starten mit der Klasse 2c von Frau Ünlü, 25 quirlige Schülerinnen und Schüler, die sich schon mit ihrer Klassenlehrerin ein wenig auf das Philosophieren vorbereitet haben. „Wir haben in Religion schon mal über das „Nichts“ gesprochen, weiß Julien zu berichten, Paul nickt. Also haben wir es mit erfahrenen Philosophen zu tun. Yasijn weiß, dass es beim Philosophieren ums Nachdenken, geht, man muss sein „Gehirn benutzen“ ergänzt Eliana und Joschua bekräftigt, bis es aus „den Ohren raucht“. Hannah ist darüber hinaus wichtig, dass es beim Philosophieren immer darum geht, Sachen auszuprobieren – und zwar immer wieder, man „muss es halt üben“, dann lohnt sich das Ausprobieren auch richtig.

Gemeinsam mit Ina Schmidt überlegen die Kinder, wie sich beim Ausprobieren herausfinden lässt, was davon „wirklich wahr“ ist und was vielleicht nur ein schöner Schein ist, welche Sinne haben wir zur Verfügung, um uns „ein Bild zu machen“.

Dazu lesen wir die Geschichte von der Prinzessin und dem Gartenheini und überlegen weiter, welches Bild von einer „Kuh“ wir im Kopf haben, wenn wir eine Kuh zeichnen sollten – verschiedene Bilder von Kühen zeigen doch, wie unterschiedlich all das sein kann, was wir trotzdem als Kuh wiedererkennen. In dem „Gedankenflieger-Magazin“ zeichnen aller Schülerinnen und Schüler zum Abschluss ihre ganz eigene „Kuh“ und erklären uns dabei, welche Merkmale dabei wichtig sind und welche weniger. Am Ende zeigen alle ihre Bilder in einem Abschlusskreis und wir verabschieden uns mit „rauchenden Ohren“.

Die zweite Klasse, bei denen heute die Gedanken fliegen, ist die Klasse 3b mit ihrem Lehrer Herrn Merkel. 

Was ist echt und was nicht und worin liegt der Unterschied? Dieser Frage soll mit dem Buch „Nino und der Hund, den er nicht hatte“ weiter nachgegangen werden. Die Kinder schauen genau hin und nennen viele Einzelheiten, dabei können „eingebildete Sachen genauso wahr sein wie echte“, findet Karl. Er glaubt, dass es mindestens zwei Wahrheiten geben kann, der „echte“ Hund also genauso wahr ist wie der, den Nino sich vorstellt. Auch Johannes bekräftigt diese Sichtweise. Zudem hat der „eingebildete Hund“ andere Qualitäten, er kann trösten, sich in das Kind hineinversetzen. Abschließend beantworten die Kinder im Magazin die Frage, ob Ihnen Ninos erster oder zweiter Hund besser gefallen hat und warum und zeichnen Dinge, die nur sie sehen können, andere aber nicht. Mart zeigt auf sein leeres Blatt und ist sicher, dass die Zeichnung eben auch unsichtbar bleiben muss, obwohl er ganz sicher ein Bild gemalt hat. Und Maiko zeigt ein Bild von einem kleinen „Ding“ ohne Namen, das immer bei ihm ist und das ist gut so.

Im Abschlusskreis überlegen wir mit dem Gedankenflieger-Magazin noch einmal, ob es so etwas wie eine letzte Wahrheit geben kann. Die nächsten Fragen kommen bestimmt.

 

 

 

Unsere nächsten Termine

Im Herbst 2015 reist das Philomobil nach Mecklenburg-Vorpommern.